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28.11.2013, 18:00 Uhr | Text/Bild: Simon Göhler/Ansgar Schlump
Konventionelle Stromerzeugung auf dem Prüfstand?
Themenabend des CDU-Ortsverbandes Darme zur Energiewende

Lingen-Darme. Zu einem Informationsabend über die „Energiewende und ihre Folgen“ lud der CDU-Ortsverband Darme ins Darmer Heimathaus ein. Dabei informierten sich die Mitglieder und interessierte Bürger u.a. über die Bildung des Strompreises, die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Energieerzeuger sowie die Merkmale der Energiewende.

Ansgar Schlump (KKE) (im Bild stehend) referierte beim Themenabend des CDU-Ortsverbandes Darme über die Energiewende.
Lingen-Darme -

Zu Beginn des Themenabend begrüßte der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, Heinz Lüken, die zahlreichen Zuhörer im Darmer Heimathaus. Mit Ansgar Schlump, Instandhaltungsleiter im Kernkraftwerk Emsland (KKE), konnte er zudem einen Referenten begrüßen, der sich seit vielen Jahren mit dem Strommarkt und insbesondere mit der Energiewende und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Privathaushalt beschäftigt.

Schlump ging in seinem Referat unter anderem auf die Strompreisbildung an der Strombörse (EEX) ein. Anschaulich stellte er da, welche Folgen die schwankende Nachfrage, aber insbesondere die unterschiedliche Einspeisung erneuerbarer Energien auf den Strompreis haben. Den Anwesenden konnte eindrucksvoll verdeutlicht werden, dass ein sinkender Strompreis zwar zu verminderten Einnahmen bei Großkraftwerksbetreibern führt, gleichzeitig jedoch die EEG-Umlage diesen scheinbaren Preisvorteil für den Endkunden zunichtemacht. Somit gäbe es laut Schlump momentan zwei Leidtragende des bestehenden Konzeptes: Betreiber konventioneller Kraftwerke und Stromabnehmer die nicht von der EEG-Umlage befreit sind.

Dass diese Entwicklung für das RWE nicht vorhersehbar war, zeigten verschiedene Grafiken und Studien der vergangenen Jahre. Selbst optimistische Prognosen der Jahre 2005 bis 2007 verschätzten sich demnach in Bezug auf die Geschwindigkeit des PV-Ausbaus um mehrere Größenordnungen. Gerade diesen Prognosen vertraute jedoch auch das RWE bei der Planung des „neuen“ Gaskraftwerkes in Lingen.

Als größte Herausforderung für die zukünftigen Ausbaupläne erneuerbarer Energien sieht Schlump zudem, wie es zukünftig gelingen kann, die schwankenden Einspeisungen aus Wind und Photovoltaik zu jedem Zeitpunkt auszugleichen. Schließlich müsse aufgrund der begrenzten Speicherkapazitäten zu jedem Zeitpunkt genauso viel Strom produziert werden, wie verbraucht wird. So betrage die maximale Schwankungsbreite der EE-Einspeisung in Deutschland derzeit ca. 36 Gigawatt, was der Leistung von ca. 40 Gaskraftwerken wie dem in Lingen entspricht. Aber ausgerechnet deren Betrieb lohnt sich zunehmend nicht mehr.

Darüber, dass die Energiewende vollzogen werden kann, waren sich nach dem Vortrag alle Anwesenden einig. Jedoch müssen in Bezug auf die Umsetzungsgeschwindigkeit, die volkswirtschaftlichen und privaten Kosten aber vor allem der technischen Realisierbarkeit viele Randbedingungen im Auge behalten werden.

Zum Schluss bedankte sich der Vorsitzende Heinz Lüken bei Ansgar Schlump für sein fast zweistündiges Referat. Dieses wäre ein eindrucksvoller interessanter Infoabend gewesen, so Lüken. Dieser Meinung schlossen sich alle Anwesenden an.

aktualisiert von Simon Göhler, 30.08.2014, 10:49 Uhr
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